Die wichtigsten Fakten: Von Fertigfutter auf BARF wechseln.

Viele Hunde fressen Ihr ganzes Hundeleben nichts anderes als Trockenfutter oder herkömmliches Fertigfutter. Das geht meistens gut, bis es Probleme gibt, zum Beispiel wenn der vierbeinige Liebling eine Allergie entwickelt oder andere gesundheitliche Beschwerden hinzukommen. Erst dann beginnt oft ein Umdenken und die Frage nach Futteralternativen kommt auf.

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Immer mehr Hundebesitzer beschäftigen sich mit der BARF-Fütterung, dem Füttern mit Rohfutter. BARF ahmt die natürliche Ernährungsweise des Hundes in freier Wildbahn nach. Dabei kommt der Begriff selber aus dem Englischen und steht als Abkürzung unter anderem für „Biologisch Artgerechtes Rohes Futter“. Früher fraßen die Hunde oft kleine Tiere im ganzen. Deshalb geht das BARF-Konzept davon aus, dass vor allem Knochen, Knorpel und Innereien Teil einer gesunden Hundeernährung sind. Wie einfach ist es, einen Hund daran zu gewöhnen, der noch nie BARF gefressen hat? Es gibt einige Regeln zu beachten. Wenn man diese befolgt, dann ist die Rohfütterung nicht kompliziert und nach einer Umstellungsphase werden Sie es Ihrem Hund direkt ansehen, dass ihm dieses Futter gut bekommt.

Die wichtigsten Punkte für BARF sind: Fleisch von mindestens drei Tieren und vorrangig fleischige Knochen geben. Der Rest sind Fleisch oder Fisch und mindestens einmal die Woche Innereien, vor allem Leber. Auch etwas püriertes Gemüse ist gut für Hunde, vor allem wenn sie grade zu BARF wechseln. Es hält den Stuhl locker, denn grade am Anfang kann das nährstoffreiche BARF-Futter die Hunde Verdauung auf Trab halten. Es gibt oft Bedenken, dass es für den Hund schwierig ist, Knochen zu fressen und er sie wieder erbricht. Bei einem Wechsel zu BARF kann das zu Beginn passieren, aber es dauert nicht lange, bis er sich daran gewöhnt. Nach etwa zwei Wochen sollte dies der Fall sein. Für den Anfang sollten Sie Ihrem Hund kleinere Knochen geben. Gut geeignet sind Teile vom Huhn, wie etwa Rücken, Hälse oder Flügel. Auch zerkleinerte Knochen sind gut für den Start. Später können Sie dann die Nahrung mit Putenflügel oder Schweinerippen ergänzen.

Hunde lernen erstaunlich schnell, einen Knochen zu fressen. Wichtig ist, dass Sie Knochen immer roh geben! Wenn Sie Knochen kochen, werden sie hart und können zersplittern. Das kann dem Hund ernsthaft schaden. Wie viel BARF-Nahrung sollen Sie Ihrem Hund füttern? Um die richtige Menge zu berechnen, brauchen Sie das Gewicht Ihres Hundes. Die ideale Futtermenge sollte zwischen zwei und fünf Prozent seines Körpergewichts ausmachen. Gut ist, dem Hund abwechslungsreiche Fleischquellen anzubieten, ideal sind mindestens von drei verschiedenen Tieren, wie zum Beispiel Rind, Huhn, Pute, Schaf, Ren oder Elch. Eine größere Vielfalt ist empfehlenswert. Sie werden bald feststellen, welche Fleischsorten Ihr Hund am liebsten mag.

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